Vibrationskartierung für NVH-Tests
Dieser Anwendungsbericht zeigt, wie das Q2 Multibeam-Laser-RADAR von Ommatidia die klassische Laser-Doppler-Vibrometrie auf die dichte Full-Field-Kartierung von Karosserievibrationen erweitert. Das Q2 erfasst gleichzeitig 65 Punkte über die gesamte Struktur.
Anwendungsübersicht
Q2 ermöglicht die berührungslose Analyse von Karosserievibrationen für NVH-Tests im Automobilbereich. Mit Multibeam-Laser-Doppler-Vibrometrie und Laser-RADAR, misst es die Vibrationsgeschwindigkeit an 65 gleichzeitigen Laserpunkten und scannt die Fahrzeugkarosserie, um dichte Vibrationskarten zu erstellen. Ingenieure können Resonanzen, Übertragungspfade und Betriebsschwingformen ohne Beschleunigungssensoren, Verkabelung oder Masselast visualisieren. Das Ergebnis sind schnellere, klarere Einblicke darin, wie Bleche, Verglasung, Verkleidungen, Reifen und Strukturen unter realen Bedingungen reagieren.
Anwendungskontext
NVH-Teams müssen wissen, woher Vibrationen kommen, welche Komponenten sie verstärken und wie sich die Antwort mit der Frequenz verändert. Türen, Spiegel, Verglasung, Reifen, Verkleidungen und die Windschutzscheibenverklebung können alle zu Innenraumgeräuschen und wahrgenommenen Qualitätsproblemen beitragen. Kontaktsensoren bleiben nützlich, aber sie erhöhen die Rüstzeit und können leichte Strukturen beeinflussen. Q2 liefert Full-Field-, berührungslose Vibrationsmessungen, die mit der Fahrzeuggeometrie verknüpft sind, und unterstützt Fehlersuche, Designvalidierung und FEM-Korrelation.
So funktioniert es
Platzieren Sie Q2 einige Meter vom Fahrzeug oder Bauteil entfernt. Das System prüft zunächst die optische Rückstreuung mit einem Intensitätsscan und erfasst dann die 3D-Geometrie mit einem Metrologie-Scan. Danach folgt die Vibrometrie-Aufnahme: 65 Punkte werden gleichzeitig gemessen, während der Scan eine Vibrationskarte des Zielbereichs aufbaut. Die Ommatidia-Software unterstützt Spektrumanalyse, Peak-Extraktion, Wellenformen, Betriebsschwingformen, Kreuzkorrelationskarten, STFT und HDF5-Export zur Nachbearbeitung.
Betriebliche Vorteile
Q2 reduziert die Vorbereitung von NVH-Tests, indem es große Beschleunigungssensor-Arrays durch optische Mehrpunktmessung ersetzt. Es vermeidet Masselast, erhält reale Randbedingungen und erfasst räumliche Vibrationsmuster, die isolierte Sensoren übersehen können. Ingenieure können Frequenzen vergleichen, lokale oder globale Schwingungsmoden identifizieren, schwach abgestützte Bereiche erkennen und Dämpfungs-, Verklebungs- oder Verkleidungsänderungen validieren. Geometrie-verknüpfte Vibrationsdaten unterstützen außerdem FEM-Korrelation, Modellvalidierung und schnellere Designentscheidungen.
Erfolgsnachweise
In einem Automobiltest maß Q2 Vibrationen über 65 gleichzeitige Punkte bei bis zu 40 kHz. Der Workflow erfasste ausreichende optische Rückstreuung von dunkler Karosserie und Reifen, erzeugte 3D-Geometrie und lieferte frequenzaufgelöste Vibrationskarten. Die Ergebnisse zeigten globale Karosseriebewegung bei 28 Hz, eine lokalisierte Reifenantwort bei 42 Hz sowie lokalisierte Aktivität um Reifen, Türen und Spiegel bei 85 Hz. Das demonstriert den Wert von Q2 für NVH-Diagnosen am realen Fahrzeug und Vibrationskartierung.
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